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Gedanken als Einleitung von Walter

Ich wollte schon immer etwas für den Muskelaufbau unternehmen und habe dafür eine eigene Spalte in meiner Bewegungstabelle vorgesehen. Hauptsächlich sollte es eine präventive Maßnahme werden (gegen Kreuzschmerzen, für die Gesundheit und überhaupt) und weniger eine bodybildnerische. Oder? Natürlich sollte der Waschbrettbauch eine gewisse Härte ausstrahlen und die so genannten „Schwimmreifen“ endgültig der Vergangenheit angehören. Die Spalte in der Bewegungstabelle war zwar da, aber es fehlte seit Jahren die Motivation dazu.

Das Buch Pilates-Training von Aycea Ungaro öffnet vollkommen neue und spannende Erkenntnisse zum Begriff Muskeltraining für mich, stellt das ganzheitliche Körpergefühl in den Mittelpunkt, verwendet Definitionen der Feldenkraislehre, wie „den eigenen Körper kennen lernen“ und schließt die Atmung, Konzentration, Zentrierung (alle Bewegungen sollen aus der Körpermitte kommen) und Präzision mit ein. Und plötzlich ist meine Leidenschaft wieder da: „ALLES BEGINNT IM KOPF“

Pilates oder sanftes Bodystyling

Dein Körper ist dein wertvollster Besitz. Jeder, der einmal krank oder länger verletzt war, weiß, dass kein Geld der Welt eine gute Gesundheit ersetzen kann. Um gesund zu leben, musst du deinen Körper erst einmal kennen lernen. Es ist erstaunlich, welche Elemente zusammenspielen müssen, damit ein Körper richtig funktioniert. Sobald auch nur ein einziges Element – sei es nun ein Knochen, ein Enzym oder ein Hormon – aus dem Gleichgewicht gerät, kann das hochkomplexe System im wahrsten Sinne des Wortes zusammenbrechen.

Joseph Pilates nennt sechs Prinzipien, auf denen seine Methode beruht. Sie alle haben nur ein Ziel, nämlich mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum an Erfolg zu erzielen. Diese Prinzipien treffen natürlich auch auf andere Trainingsmethoden wie Tennis, Fußball, Schwimmen oder Tanz zu. Natürlich erst recht auf das ROXY-Fitnessprogramm und gerade deshalb wird die Pilates-Methode als ergänzendes Trainingsprogramm empfohlen (O-Ton, Walter).

Kontrolle – das erste und wichtigste Prinzip der Pilates-Methode heißt Kontrolle. Ganz einfach deshalb, weil achtlos und schlampig ausgeführte Übungen herzlich wenig bringen. Wir beginnen mit einigen Auf- und Abrollübungen (gerade Wirbelsäule und angespannte Bauchmuskeln) und lernen den Körper mit Hilfe des Geistes zu kontrollieren und die Haltung merklich zu beeinflussen.

Konzentration – Jedes Üben tut deinen Körper gut. Aber erst, wenn du dich dabei richtig konzentrierst, können die Übungen deinen Körper nachhaltig verändern. Bei jedem Workout ist nicht nur der Körper, sondern auch der Geist gefordert. Während der einzelnen Übungen sollst du deinen Körper mental von Kopf bis Fuß abtasten.

Zentrierung – Alle Bewegungen sollten aus der Körpermitte kommen. Diese Mitte wird auch „Powerhouse“ genannt, damit ist ein höchst komplexes Zusammenspiel der Muskeln von Po, Beckenboden, unterem Rücken und Bauch gemeint. Dieses „Powerhouse“ wird auch als Kraft- und Kontrollzentrum für den übrigen Körper bezeichnet. Jede Pilates-Übung ist immer auch eine Übung der Körpermitte und beginnt mit der Aktivierung des „Powerhouse“, bevor andere Muskelgruppen beansprucht werden. Der Nabel wird beim Einatmen zur Wirbelsäule gezogen!

Atmung – generell gilt, wer während der Belastung ausatmet, dem fällt die Übung leichter und man bewegt sich auch fließender. Außerdem kann dein Atem dazu dienen, das Übungstempo zu bestimmen. Dabei kommt es auf die richtige Atemtechnik an, wobei beim Einatmen der Nabel zur Wirbelsäule gezogen werden muss. Dabei dürfen Oberkörper und Becken auf keinen Fall nach vorne kippen, vielmehr gilt es, nur die Muskeln zu beanspruchen und nicht den Stützapparat. Je besser es dir gelingt, Atmung und Bewegung zu koordinieren, desto leichter fällt es dir, den Nabel zur Wirbelsäule zu ziehen. Denke „in deinem ganzen Leben“ daran, im Büro, beim Stiegensteigen, beim Essen beim Lieben – dein Körper wird es dir danken.

Präzision – jede Leistung lässt sich verbessern, das ist eine Maxime, die man auch auf die Pilates-Methode übertragen kann. Überlege stets, wie sich die Übung noch effektiver gestalten ließe und stelle dir stets die Frage, was kann ich noch korrigieren und verbessern.

Bewegungsfluss – bei der Pilates-Methode repräsentiert der Bewegungsfluss der Wirbelsäule den Bewegungsfluss des ganzen Körpers. Achte bei allen Übungen darauf, die Wirbelsäule Wirbel für Wirbel auf- oder abzurollen (wie die Ketten eines Panzers), d.h. dein Rückgrat soll Wirbel für Wirbel biegen. Dieses sechste und letzte Pilates-Prinzip ist eine Zusammenfassung aller vorhergehenden Prinzipien. Wenn du deine Bewegungen kontrolliert aus der Körpermitte entstehen lässt, dich auf die Ausführung konzentrierst, tief und gleichmäßig atmest und die Übung präzise absolvierst, wird sich eine Bewegung nahtlos an die nächste reihen. Im Idealfall ist Pilates die perfekte Choreographie für Körper und Geist.

Das ideale Training – jeder weiß, wie anstrengend, langweilig, ja sogar schmerzhaft Fitnesstraining sein kann. In diesen Fällen versucht man sich gern abzulenken, hört während des Trainings Musik, sieht fern oder unterhält sich. Die Folge ist, dass viele Übungen falsch ausgeführt werden und damit nicht mehr effizient sind. Diese Gefahr besteht bei der Pilates-Methode nicht. Beim Pilates-Workout wird immer auch der Geist gefordert. Wer Pilates macht, kann sich nicht gleichzeitig mit etwas anderem beschäftigen, sondern muss sich auf die jeweilige Übung konzentrieren. Wer sich auf die Pilates-Methode einlässt, wird sich wesentlich bewusster bewegen und schnell Fortschritte machen. Weil diese Grundlagen (6 Prinzipien) auch im gesamten ROXY-Fitnessprogramm zur Ausführung kommen, stellt die Pilates-Methode eine hervorragende Ergänzung zu den Lauf- und Bewegungsprogrammen dar.

Schlussbemerkung – Joseph Pilates hat sich stets auf das Positive konzentriert. Von seinen Schülern wissen wir, dass er sie in der ersten Stunde nach ihren Beschwerden gefragt hat, um sie anschließend nie mehr zu erwähnen. Anstatt sich auf die Schwachstellen des Körpers zu konzentrieren, lag sein Augenmerk nur auf den Stärken. Diese Betrachtungsweise ist nicht neu. Auch die moderne Osteopathie geht davon aus, dass sich der Körper unter bestimmten Voraussetzungen selbst heilen kann. Bei Pilates sind diese Voraussetzungen: Kräftegleichgewicht, Beweglichkeit, Symmetrie sowie korrekte Haltung (Pilates-Box, ist das vorgestellte Rechteck von Schulter zu Schulter und Hüfte zu Hüfte).
Gesundheit ist also immer auch eine Frage des eigenen Körperbewusstseins. Unser hektischer, aber gleichzeitig bewegungsarmer Alltag führt dazu, dass wir unseren Körper gar nicht mehr richtig spüren. Dabei ist es heute wichtiger denn je, körperbewusst zu leben. Und dafür kann man so einiges tun: Yoga schult die Konzentrationsfähigkeit, Ballett die Körperbeherrschung, Sport die athletischen Fähigkeiten - wer das alles mit dem Pilates-Training kombiniert, hat die besten Chancen, fit und gesund zu bleiben.

Muskeln, Sehnen und Knochen – die man kennen sollte.

Bizeps / Oberarmmuskel vorne
Trizeps / Oberarmmuskel rückwärts
Quadrizeps / Oberschenkelmuskel vorne
Schollenmuskel / zwischen Fersenbein und Wadenmuskel
Paraspinalmuskulatur / bettet die Wirbelsäule ein
Kapuzenmuskel / von Schulterblatt zu Halswirbelsäule
Adduktoren / Muskeln an den Oberschenkelinnenseiten
Patella / Kniescheibe

Alle Übungen(*) sollten 3x pro Woche absolviert werden, nach 10 Sitzungen (Wochen) spürst Du den Unterschied, nach 20 siehst Du ihn und nach 30 besitzt Du einen neuen Körper.
ACHTUNG! Solltest du bei einer Übung schmerzen verspüren oder dich unwohl fühlen, lasse diese aus. Absolviere nur die Übungen, die sich angenehm anfühlen.

* Das Buch Pilates Training mit allen Übungen kannst du als ROXY-Mitglied kostenlos ausborgen, bzw. lernst du die Übungen (in der Praxis zum Mitmachen) bei den Veranstaltungen in der Waldvierteloase kennen.

. . . . . es wird passieren.

VIEL SPASS AUF DEINEM WEG ZUM ROXY-REFLEX
wünscht dein Freizeitcoach und Weisheitslehrer Walter