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Rundum g´sund! (auszugsweise aus “Bausteine der Gesundheit” von Mag. Christine Haberzettl)
Gutes Essen hat für die österreichische Bevölkerung einen hohen kulinarischen und sozialen Stellenwert. Gemäß einer Studie aus dem Jahre 2000 essen die ÖsterreicherInnen als Hauptspeise am liebsten Wiener Schnitzel, Spaghetti Bolognese oder Pizza.
Obwohl sich das Ernährungsbewusstsein der ÖsterreicherInnen in den letzten Jahren etwas gebessert hat wird immer noch zu wenig von der Pflanze (z.B. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen sowie Getreide und Getreideprodukte) und viel zu viel vom Tier (z.B. Fleisch, Wurst und Wurstwaren) gegessen.
Dieses „Defizit“ kann nicht nur zu einem Mangel an lebensnotwendigen Nährstoffen, verbunden mit Konzentrationsschwäche, Abgespanntheit, Müdigkeit, Hautveränderungen, Kopfschmerzen führen, sondern auch das vermehrte Auftreten von so genannten „Zivilisationskrankheiten“ (z.B. Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Gicht, erhöhte Blutfette) bedingen.
Um den Körper funktionstüchtig und leistungsfähig zu halten ist die tägliche Zufuhr an Hauptnährstoffen (Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß) sowie Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente) notwendig. Während die empfohlene tägliche Zufuhr an Kohlenhydraten (täglich ca. 250 – 300 g), Eiweiß (täglich ca. 0,8 g/kg/Körpergewicht) und Fetten (täglich ca. 70 – 80 g) von der österreichischen Bevölkerung relativ leicht erreicht wird (und meistens auch zu hoch ausfällt wie vor allen bei den Fetten), liegt die Aufnahme von manchen Vitaminen (z.B Folsäure, D), Mineralstoffen (v.a. Kalzium) und Spurenelementen (wie Jod, Eisen, Zink) unter der Empfehlung.
TIPPS – „Essen Sie ausgewogene, fettarme Lebensmittel in kleinen Portionen“:
- Täglich 400g oder 5 Portionen Gemüse und Obst (1 Portion = 1 Apfel, 1 Banane, 125 ml Frucht- oder Obstsaft, 1 kleiner Teller Blattsalat, 1 Paprika, 1 Tomate), mind. 250g Getreideprodukte (wie z.B. Vollkornbrot, Vollkornreis), ¼ lt. fettarme Milch bzw. Milchprodukte und einmal pro Woche Hülsenfrüchte (z.B. Bohnen) und Fisch, zweimal pro Woche fettarmes Fleisch (Hühner- oder Putenbrust) sowie max. 2 Eier/Woche.
- Die Fettzufuhr sollte ca. 70g pro Tag (1 EL Öl = 10g) betragen und zu einem Drittel aus „gesättigten Fettsäuren“ (v.a. in tierischen Fetten wie z.B. Fleisch, Milch und Milchprodukten) und zu je einem Drittel aus “einfach“ (z.B. Oliven- oder Rapsöl) und „mehrfach ungesättigten Fettsäuren“ bestehen (z.B. Distel-, Maiskern-, Soja- oder Sonnenblumenöl und Fischöl wie z.B. vom Lachs oder Hering).
- Trinken Sie ausreichend (2 – 2,5 Liter/Tag) ungesüßte oder mit Süßstoff gesüßte (Kräuter)tees, Trinkwasser, Mineralwasser, verdünnte 100%ige Frucht- oder Gemüsesäfte. Nehmen Sie nur mäßig Alkohol zu sich (max.: Frauen 1/8 Wein oder 1 Seidel Bier und Männer 2/8 Wein oder 2 Seidel Bier täglich).
- Kaufen Sie möglichst frische Lebensmittel (TK- Gemüse stellt eine Alternative dar).
- Wählen Sie schonende (dünsten, dämpfen, wässern Sie Gemüse nicht ein, marinieren Sie Salat unmittelbar mit Zitrone oder Essig) und fettarme (z.B. beschichtete Pfannen( Zubereitungsarten. Beachten Sie die Lagerbedürfnisse der Nahrungsmittel (z.B. Kartoffeln und Gurken bei 5 – 10°C im Keller; Gemüsefach im Kühlschrank).
- Durch 1 -2 maliges „Dinner Cancelling“ (Nahrungskarenz am Abend) pro Woche können Sie nicht nur Ihr Körpergewicht regulieren, sondern auch den Alterungsprozess verlangsamen.
- Zusätzlich sollte Sie für ausreichende Bewegung, möglichst an der frischen Luft, sorgen (Sie sollten 3 x pro Woche, jeweils mindestens 30 Minuten, mit einer Pulsfrequenz – Faustregel „180 – Lebensalter“ – Sport betreiben – Pulsfrequenzmessgeräte und individuelle fachliche Beratung erhalten Sie auch in Ihrer Apotheke.
Primär sollte die Zufuhr an lebensnotwendigen Nährstoffen durch frische Lebensmittel erfolgen. Bei so genannten „Risikogruppen“ (Schwangere, Stillende, Senioren, chronisch Kranke) kann die Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln, nach vorheriger Rücksprache mit dem Arzt/ der Ärztin, sinnvoll sein.
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